Wohnzimmer streichen

Wohnzimmer streichen – 5 Ideen und Tipps

Die Farbgestaltung der Wände beeinflusst das Ambiente und wirkt sich nachhaltig auf Ihr Wohlbefinden und die Stimmung in einem Raum aus. Daher steht sie gerade im Wohnzimmer im Fokus. Hier spielen Gemütlichkeit, harmonisches Beisammensein und Entspannung nach einem langen Arbeitstag eine gewichtige Rolle. Wie Sie diese Empfindungen durch Farbe verstärken und sich einen emotionalen Ort schaffen können, erfahren Sie in diesem Artikel.

weißes Sofa vor grauer Wand

Kreative Tipps für atemberaubende Wandgestaltungen

 

Vorab: Beim Streichen der Wohnzimmerwände ist prinzipiell erlaubt was gefällt. Ein paar kleine Details sollten Sie dennoch beachten. In einem dunklen oder sehr kleinen Raum sind helle Wandfarben und Pastelltöne von Vorteil. Ein großes Wohnzimmer betonen Sie stilvoll, in dem Sie durch die Farbe an den Wänden eine Bereichsunterteilung vornehmen und mit Akzenten arbeiten. Ton-in-Ton Anstriche oder die Kombination aus Struktur und minimalistischen Details sind zeitlose Klassiker, die jedem Wohnraum eine persönliche und harmonische Note verleihen. Da die Wandflächen im Regelfall sehr groß sind, spielt die geschickte Umsetzung Ihrer Ideen eine wichtige Rolle. Kreativität ist nicht mit knalligen Farben oder unkonventionellen Mustern gleichzusetzen. Vielmehr zeigt sie sich darin, dass Sie die Form und Struktur des Raumes aufgreifen und diese bei Ihren Malerarbeiten als Grundlage nehmen.

 

1. | Welche Farbe betont den Wohnraum?

 

Hier sind Ihrer Phantasie keine Grenzen gesetzt. Besonders beliebt sind warme und harmonische Töne, Naturfarben wie Braun oder Terracotta und Gelb. Auch Betongrau, Beige oder Grün können dem Raum die gewünschte Nuance und einzigartigen Charme verleihen. Vor dem Anstrich sehen Sie sich am besten in Ihrer Einrichtung um. Denn die Betonung des Raumes basiert darauf, dass die Wandfarbe und Ihre Möbel zusammenpassen und farblich entweder einen starken Kontrast oder einen fließenden Übergang erzeugen. Ihr persönlicher Geschmack ist essenziell, da Sie sich vor allem mit den Farben wohlfühlen, die Ihnen gefallen und die zu Ihrem Lifestyle passen. Tipp: Warme Farben wirken sich immer positiv auf Ihre Stimmung und die innere Harmonie aus.

 

2. | Die Wirkung der Farben in Kombination mit der Einrichtung

 

Die richtige Farbe oder Farbkombination finden Sie, in dem Sie sich beispielsweise Farbproben aus dem Baumarkt mitnehmen und diese auf Ihrem dominanten Möbel platzieren. Nehmen Sie sich Zeit und lassen das Ensemble auf sich wirken. Betrachten Sie die Übergänge sowohl bei Tageslicht als auch im Kunstlicht und nehmen sich ein bis zwei Tage Zeit, um Ihre Empfindungen beim mehrfachen Anblick zu bewerten. Mit schlichten hellen Farben können Sie praktisch keinen Fehler machen. Bei kräftigen und unkonventionellen Farbtönen sollten Sie den Wirkungstest machen und herausfinden, ob Ihnen die Kombination auch einige Tage nach der Vorabentscheidung noch gefällt. Sowohl starke Kontraste als auch Nuancierungen in der selben Farbgruppe können das gewünschte Ambiente unterstreichen.

 

3. | Gemütlichkeit schaffen: Tipps für ein harmonisches Ambiente

 

Weiße Wände lassen den Raum schnell clean und unpersönlich wirken. Grün beruhigt, Brauntöne strahlen Harmonie aus und Gelb macht fröhlich. Blau wirkt kühl, wodurch diese Farbgruppe für Ihr Wohnzimmer nur bedingt geeignet ist. Rot regt auf und eignet sich vor allem in grellen Nuancierungen nur bedingt für die Wandgestaltung von Wohnzimmern. Wie definieren Sie Gemütlichkeit und was bringt Sie zum Lächeln, wenn Sie sich ganz der Entspannung hingeben und sich einfach nur wohlfühlen möchten? Wenn Sie sich diese Frage ehrlich beantworten, werden Sie die geeigneten Farben für Ihren Wohnraum ohne Umschweife finden. Hinweis: Bei Kunstlicht wirken Farben anders als bei Tageslicht.

 

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4. | Trends und Classics vereinen

 

Die Wohntrends und Farbtrends wechseln stetig. Dem gegenüber bleiben die Classics erhalten und sollten auch bei einem Neuanstrich nicht völlig verschwinden. Beispielsweise kann eine in Betonoptik gestrichene Wohnzimmerwand durch Akzente in der Wisch- und Spachteltechnik “modernisiert” werden. Auch breite Streifen, die Sie ganz einfach malern können und nicht tapezieren müssen, peppen den Raum auf und unterbrechen die entstehende Eintönigkeit klassischer Farben. Sehr elegant wirken Wohnzimmer, deren Decke im gleichen Farbton wie die Wände – nur einige Nuancen heller gestrichen ist. Dieser Trick empfiehlt sich vor allem bei hohen und nicht von Stuckverzierungen beschlossenen Räumen.

 

5. | Struktur für mehr Raumtiefe

 

Nicht immer hat das Wohnzimmer die ideale Form. Lange, schlauchförmige Räume können Sie durch Struktur harmonischer gestalten und in der gefühlten Form verändern. Um mehr Tiefe zu erzeugen, sollten Sie dunkle Farben an den zwei sich gegenüberliegenden, weiter voneinander entfernten Wänden verarbeiten. Diese Empfehlung gilt auch für Streifen und Ornamente, die Ihrem Wohnzimmer Tiefe verleihen und die Form weniger schlauchartig erscheinen lassen. Verwischte Farben erzeugen eine individuelle Note und wirken sich ebenfalls positiv auf die gefühlte Raumstruktur aus. Alternativ zum Anstrich mit Farbe können Sie im Wohnraum Putz verarbeiten und diesen ganz nach Ihrem Geschmack strukturieren und Akzente setzen.

 

Malern statt Tapezieren – Alle Vorteile im Überblick

 

Mit ein wenig Farbe und Ihren kreativen Ideen erwacht Ihr Wohnzimmer zu neuem Leben. Bereiten Sie die Wandbearbeitung professionell vor, kleben Farbübergänge ab und bedecken den Fußboden mit Malervlies. Sollten Sie den Raum im bewohnten Zustand streichen, rücken Sie die Möbel in die Raummitte und decken diese sorgfältig mit Folie ab. Bei einfarbigen Wänden malern Sie im Kreuzgang, so dass es nicht zu sichtbaren Übergängen kommt. Wenn Sie die Wischtechnik oder eine andere Form der Akzentuierung anwenden, achten Sie immer darauf, dass die besten Ergebnisse nass in nass erzielt werden. Heizen Sie den Wohnraum nicht über 20°C auf. Anderenfalls trocknet die Farbe zu schnell und Ihr Anstrich wird ungleichmäßig. Beginnen Sie mit den Malerarbeiten immer vom Fenster aus und arbeiten sich an die gegenüberliegende Wand vor. Anderenfalls zeichnen sich Schatten ab und Ihr Anstrich wirkt in der Gesamtheit unsauber.

Foto © HeGraDe / AdobeStock

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