Holzfassade streichen: Holz und Farbe aufeinander abstimmen

Die Fassade eines Hauses muss hohen Ansprüchen genügen. Das gilt natürlich auch für Holzfassaden. Damit das natürliche Bauelement den alltäglichen Belastungen standhält, ist ein Anstrich unerlässlich. Ein fachgerechter Anstrich ist der ideale Schutz vor den UV-Strahlen des Sonnenlichts, Regen, Schnee, Frost und Schädlingen. Holz und Farbe sollten dabei gut aufeinander abgestimmt sein. Von vielfältigen Lasuren bis zu einer Fülle unterschiedlicher Fassadenfarben steht Ihnen ein breites Spektrum an Möglichkeiten zur Verfügung. Doch welcher Anstrich ist für Ihre persönlichen Anforderungen am besten geeignet?

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Tipps für Holzfassaden

Ein nachhaltiger Wetterschutz für die Fassade – welcher Anstrich ist empfehlenswert?

Holz weist als Baustoff der Natur eine sehr gute Ökobilanz auf, sodass es als Fassadenverkleidung sehr beliebt ist. Anders als Putz kann es aber auch etwas mehr Pflege erfordern. Der Aufwand hierfür hängt im Wesentlichen vom Standort, der Art des verwendeten Holzes und dem jeweiligen gewählten Anstrichmittel ab.
Die Fassade ist an 365 Tagen im Jahr der Witterung ausgesetzt. Befindet sich die Fassade an der sogenannten „Wetterseite“ sind die Einwirkungen besonders intensiv. Daher ist ein konstruktiver Holzschutz unverzichtbar. Unbehandeltes Holz würde sehr schnell ergrauen. Wird das Holz nicht durch Farbe oder eine Lasur geschützt, können sich fleckenartige Verfärbungen abzeichnen. Darüber hinaus setzt die Feuchtigkeit dem Holz extrem zu. Daher sollten Sie, sofern Sie Ihre Fassade nicht streichen möchten, ausschließlich extrem witterungsbeständige Holzarten wie Lärche oder Douglasie verwenden. Wenn Sie auf einen Anstrich verzichten, sparen Sie sich zwar regelmäßige Erhaltungsarbeiten beim Anstrich, müssen aber im Gegenzug die Optik verschlechternde Veränderungen und mehr in Kauf nehmen.
Experten empfehlen daher, die Holzfassade mit Wetterschutzfarben oder Wetterschutzlasuren zu streichen. Sie bieten einen lang anhaltenden flexiblen Schutz. Hochwertige Farben und Lasuren passen sich den durch Feuchtigkeit und Temperaturschwankungen ausgelösten kleinen Bewegungen des Holzes an, sodass Risse und das hässliche Abblättern des Anstrichs weitestgehend vermieden wird. Empfohlen werden hier lösungsmittelfreie Anstriche aus pflanzlichen Ölen. Im Gegensatz zu chemischen Holzschutzmitteln sowie Farben und Lasuren mit Bioziden Wirkstoffen schonen sie die Umwelt und natürlich auch die eigene Gesundheit.

Durchsichtig oder deckend? Welche Wirkung entfalten die unterschiedlichen Farben und Lasuren?

Wird eine deckende Farbe auf das Holz aufgebracht, entsteht eine ebene Fläche und die Maserung des Holzes ist nicht mehr sichtbar. Alternativ kann ein Anstrich mit teiltransparenten oder durchsichtigen Farben oder Lasuren erfolgen, die den natürlichen Charme und die filigrane Zeichnung des Holzes betonen. Bleibt die Maserung nach dem Anstrich sichtbar, sprechen Fachleute auch vom „Anflammen“ der Oberfläche. Ein transparenter Anstrich verleiht der Holzfassade eine ansprechende Tiefenwirkung mit rustikalem Flair. Ein deckender Anstrich wirkt hingegen eleganter. Für welche Variante Sie sich entscheiden, ist letztlich eine Frage des persönlichen Geschmacks.

Ein kurzer Überblick über die unterschiedlichen Anstrichmittel:

Der deckende Anstrich mit Lack

Unter Lack versteht man einen flüssigen bis zähflüssigen deckenden Beschichtungsstoff, der ausreichenden Schutz für die behandelte Oberfläche bietet. Die technischen Eigenschaften können variieren. So kann zum Beispiel ein Anstrich erfolgen, der die Oberfläche säureunempfindlich macht. Lack ist ein Anstrich, der die Maserungen des Holzes komplett überdeckt.

Klarlack - Farbe mit transparenten Eigenschaften

Deckender Lack enthält Pigmente, die für einen nicht transparenten Anstrich sorgen. Bei Klarlack handelt es sich um ein nicht pigmentiertes Anstrichmittel, das den Blick auf die Struktur des gestrichenen Untergrundes partiell oder vollständig freigibt. Die Maserung des Holzes bleibt auch nach dem Anstrich sichtbar.

Lasuren

Eine Lasur ist ein Anstrichmittel für Holz, das dessen natürliche Optik weitestgehend erhält. Es handelt sich um eine transparente Beschichtung, die das Holz schützt. Die Maserung bliebt nach dem Streichen sichtbar. Im Gegensatz zu Klarlack können Lasuren Farbpigmente zugeführt werden, sodass auch ein farbiger Anstrich erfolgen kann, ohne die Oberflächenstruktur des Holzes zu verdecken. Lasuren gibt es als Dünnschichtlasur oder Dickschichtlasur. Der Unterschied liegt, wie der Name bereits vermuten lässt, in der Dicke der Lasurschicht.

Wie erhalte ich eine Holzfassade dauerhaft schön?

Grundsätzlich gilt – wurde die Holzfassade einmal gestrichen, muss der Anstrich in regelmäßigen Abständen erneuert bzw. aufgefrischt werden. Wann dies jeweils notwendig ist, hängt von unterschiedlichen Faktoren ab. Die Art des Holzes, der Standort bzw. die Ausrichtung der Fassade sowie das Anstrichmittel und dessen Farbe entscheiden darüber, wann der nächste Anstrich fällig ist. Die Abstände zwischen dem erforderlichen Nachstreichen können zwischen drei bis zehn Jahren liegen.
Bei witterungsbeständigen Hölzern wie Douglasie und Lärche hält der Farbauftrag länger als an weicheren Hölzern. Auch bei den Farben gibt es deutliche Unterschiede. Bei deckenden Fassadenfarben erreichen helle Farbtöne eine höhere Lebensdauer, als dunkle. Bei Lasuren hingegen ist es genau umgekehrt. Hier spielt außerdem nicht nur die Farbgebung, sondern auch die Art der Lasur eine Rolle. Offenporige Lasuren müssen alle drei Jahre erneuert werden, dickschichtige nur alle fünf Jahre. Grundsätzlich sollten Sie sich bei der Wahl der Farbe oder der Lasur stets für ein Produkt entscheiden, das sich durch Flexibilität auszeichnet. So können vorzeitiges Abblättern oder Risse beim Anstrich verhindert werden.

Hier noch ein paar wichtige Tipps für Ihre Holzfassade:

Wenn Sie Ihre Fassade mit Holz verkleiden, sollten Sie das Holz von allen Seiten streichen. Das Holz ist extremen Witterungsbedingungen ausgesetzt und Feuchtigkeit dringt überall hin. Sie macht auch vor der Rückseite des Holzes nicht halt. Um eine sogenannte „Schüsselung“ zu vermeiden, streichen Sie das Holz idealerweise mindestens einmal allseitig.

Bei der Erneuerung einer deckenden Farbschicht sollten Sie Aufwürfen und Blasen besondere Beachtung schenken. Hier kann sich Feuchtigkeit gebildet haben, die erst durch Aufschneiden oder Abschleifen sichtbar wird.

Foto © Antranias/ Pixabay

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